Das ist doch dummes Grünzeug – damit sind viele aufgewachsen, aber stimmt das? Für unsere Weidetiere brauchen wir saftiges Grün. Dabei machen wir uns eher Gedanken um die Vierbeiner als dem Wohlbefinden des Grünzeugs. Aus menschlicher Perspektive fokussieren wir uns zu sehr und lassen dabei vieles außer Acht.

Scottish Blackface Schaf
Von wegen „dummes Grünzeug“ – Pflanzen leisten erstaunliche Sinnesleistungen. Zwar besitzen sie keine Nervenzellen, aber produzieren Hormone, mit denen Sinnesreize durch ein feines Adergeflecht zu ihren Zentren übermittelt werden. Auf diese Weise fühlen, sehen, hören und kommunizieren sie.
OK, gewagte Theorie – aber was sagt die Wissenschaft?

Extremisten würden zu diesem Bild sagen: Man stelle sich das Schreien eines Getreidefeldes bei der Ernte vor. Unsinn, pflanzliche Aktivitäten mit unseren zu vergleichen – dass ist gefährliche Verachtung und einfach dumm. Es sind zwar nur Worte, aber Worte sind Container für Einstellungen – oft fern der Realität.
Dieser Container hat auch in unserer Zweibeiner-Welt große Wichtigkeit.
Eine aufregende Umbruchstimmung beherrscht die Wissenschaft der Pflanzen. Während große Gentechnikfirmen versuchen, Mais und Soja wie Roboter auf höhere Erträge, weniger Wasserbedarf und Spritzmittelresistenz zu programmieren, finden Botaniker immer mehr Indizien, dass Pflanzen keine reglosen Materiebrocken sind, keine Bioautomaten, keine, wie Baluška gern sagt, „Zombies“. Derzeit durchzieht ein Riss nach dem anderen unser lang dominierendes Bild von der passiven Pflanze, die im Grunde nicht wesentlich mehr sind als ein von selbst nachwachsendem Rohstoff für Industrie – sowie dummes Grünfutter für Tiere.
Aber das dumme Grünzeug ist viel mehr. Bäume nehmen über Blätter und Wurzeln Informationen aus der Umwelt auf, verarbeiten diese, handeln dementsprechend und kommunizieren so in ihrem Organismus. Über den Begriff Organismus kann man sicher streiten, denn wir sind in unseren Vorstellungen gefangen.

Weide /meine Damen
Meine Schafe brauchen vernünftiges Grünzeug und ich denke dabei nicht an die Sinne oder gar an das Wohlbefinden des Grases, sondern nur an Masse und Zustand vom Gras.
Es werden weltweit Belege für das kommunikative Verhalten von Pflanzen gefunden und natürlich machen wir immer die selben Fehler, alles mit uns zu vergleichen. Wir halten Menschen für die Krönung, allein schon diese überhebliche Vorstellung, macht uns zu Verlierern. Sinn des Lebens ist nicht, wie Darwin behauptet, die permanente Weiterentwicklung – sondern das Überleben einer Spezies. Bei diesem Thema sind wir in der Erd-Geschichte kein leuchtendes Beispiel – nur ein weiterer Versuch.
Mein Bericht: Evolution und Darwins Dilemma sagt mehr dazu.
Blätter zurück und lest selbst.
Wir schlauen Menschen waren mal, mit tausend Erklärungen, der festen Überzeugung, dass die Erde flach, wie eine Scheibe ist – auch ein Irrtum.

Pflanzenspezialist Stefano Mancuso
Der italienische Pflanzenneurologe Stefano Mancuso von der Universität Florenz spricht von der Intelligenz der Pflanzen. Das Pflanzenreich, wird völlig unterschätzt, obwohl unser Überleben und unsere Zukunft davon abhängen.
Landwirte, Helden unserer Zeit, werden sogar von oben herab betrachtet und ihre Leistung an der Gemeinschaft von nur Wenigen gewürdigt. Ergebnis: Dramatische Betriebs-Reduzierung, Nahrungsmittel aus sehr fragwürdiger Produktion in Ländern für die Natur-Produkt ein Fremdwort ist.

Schlaue Wurzeln
Die Wurzel bezeichnet der Zellbiologe Frantisek Baluska von der Universität Bonn als Kommandozentrale. Er hat gezielt Bewegung und Sensibilität der Wurzelspitze erforscht und bestätigt Charles Darwin, der Entdecker der Evolution (Welche falsch war). Die Wurzelspitze verglich er mit dem „Gehirn eines der niederen Tiere“ in seinem Buch „The Power of Movement in Plants“.
Die Wurzeln betasten Sandkörnchen, sie wittern Salze, sie begleiten mikroskopische Wasseradern auf ihrem Weg. Und sie identifizieren die Wurzeln junger Schösslinge, die aus den Samen des eigenen Baumkörpers gesprosst sind, umschlingen sie schützend, und nähren sie mit Zuckerlösung. An der Oberfläche, in unserer Sphäre, hält der Baum still. Darunter wandern seine Finger durch die Tiefe, so ist er auch im Winter in Bewegung. „Das wahre Leben der Pflanze findet unter der Erde statt.
Durch den sogenannten Gravitropismus wissen Pflanzen wo oben und unten ist und richten ihr Wachstum entsprechend der Schwerkraft aus. Zudem haben sie Rezeptoren für Magnetfelder.
Der Botaniker Stefano Mancuso erklärt, warum Pflanzen ihre
eigene Intelligenz besitzen: Die Duftstoffe der Pflanzen sind also oft Signalträger und Wirkstoffe in einem, deren Effekte sich nicht auf das Pflanzenreich beschränken. Eigene Intelligenz ist eine schlau durchdachte Bezeichnung, da wir Menschen immer dazu neigen, Intelligenz mit uns zu vergleichen. Dabei spielt Intelligenz in der Evolution eher eine Nebenrolle – nicht wie Darwin sagte: Dies sei der Hauptmotor.
Erstaunlich: Tabakpflanzen schlagen mittels Nikotin Alarm und setzen den für Tiere giftigen Stoff zugleich zur Schädlingsabwehr ein. Wenn grüne Gewächse von Viren oder Bakterien angegriffen werden, entströmt ihnen das Gas Methylsalicylat, das dem Hauptbestandteil des Entzündungshemmers und Schmerzmittels Aspirin nah verwandt ist. Der Stoff, im Blattgewebe, tötet die Eindringlinge ab – zugleich werden andere Kräuter in der Umgebung gewarnt. …und wir missachten Grünzeug.

Pflanzen haben Sinne.
Unglaubliche Erkenntnisse – aber laut aktueller Forschung Realität.
18.06.2026 Neuer Beitrag Wenn einer eine Reise tut…

Die Verspätung hatte der Zug-Kapitän aufgeholt, mein Anschluss deshalb funktioniert. Die 10 min Halt im Niemandsland war eine Polizeiaktion – Verhaftung und die diskussionsfreudigen, aber sehr netten Damen verabschiedeten sich. Meine größte Überraschung war, dass der Zug angehalten wurde, um eine Ergreifung durchzuführen. Ich dachte das gibt es nur im Film. In meinem Abteil hat niemand davon etwas mitbekommen. Nur eine Verwunderung, dass der Zug im Niemandsland hielt.




















































