Kategorie-Archiv: Border Collie Ausbildung

Können Tiere denken? Teil II

Können auch unsere Tiere denken?
Ich möchte euch helfen, diese Antwort selbst herauszufinden- mit einem eigenen Experiment.  Dieser Versuch dauert mehrere Wochen, kann aber von jedem Hundebesitzer selbst durchgeführt werden
(soweit der Hund dafür geeignet ist).

Bevor wir fortfahren, hier nochmal zur Erinnerung aus dem Teil I, der Versuchsaufbau:

Versuchsaufbau

  1. Wir brauchen 2 große Kisten, eine schwarz, die andere weiß (Farbe innen & außen)
  2. Eine Seite ist bei jeder Kiste offen. Der Hund muss bequem hineinlaufen können
  3. Die Kisten werden in unterschiedlichen Räumen aufgestellt
  4. Sie sind nicht zu sehen und auch nicht auf direktem Weg zu erreichen
  5. Der Hund muss sich also in die eine oder andere Richtung bewegen
  6. In jeder Kiste stellt ihr exakt das gleiche Futter bereit (natürlich lecker)

Versuchsablauf

  1. Die Fütterung erfolgt immer zur gleichen Zeit
  2. Ausgangspunkt ist immer der selbe /z.B. Diele
  3. Der Hund läuft dann in die eine oder andere Richtung
  4. Die Räume mit den Kisten sind gut beleuchtet
  5. Dieser Ablauf wird 2x täglich mindestens 2 Wochen durchgeführt
  6. Nach 2 Wochen erfolgt ein Umbau
  7. Die zwei Kisten werden in einen anderen, bisher noch nicht genutzten Raum gestellt
  8. Jede Kiste in eine Ecke des gleichen Raumes (also ein komplett anderer Versuchsaufbau)
  9. Zu den Räumlichkeiten des ersten Versuches haben sie jetzt keinen Zugang
  10. Die schwarze Kiste wird innen mit starkem Gebläse ausgestatte, welches durch einen Kontakt beim Betreten des Hundes startet. Zudem wird ungeeignetes Futter angeboten
  11. Die weiße Kiste bleibt neutral und beinhaltet gutes Futter (auch wieder lecker)
  12. Dieser Ablauf wird 2x täglich 1 Woche durchgeführt
  13. Nach 1 Wochen erfolgt ein Umbau
  14. Rückbau auf den ersten Versuchsaufbau
  15. Dieser Ablauf wird nur 1x durchgeführt (um sicher zu stellen, dass die Richtungsentscheidung ausschließlich ein Resultat des geistigen Innenlebens ist)!

Was ist passiert?
Dieses Experiment geht auf Edward Tolmann zurück, der bereits vor über 60 Jahren ähnliche Forschungen mit Ratten  durchgeführt hat. Viele dieser Pioniere sind in Vergessenheit geraten und waren damals ihrer Zeit weit voraus. Sinn dieses Versuchsaufbaus ist, etwas über das tatsächliche Innenleben unserer Tiergefährten zu erfahren, denn damals wie noch bis vor einigen Jahren, wurde diese Gefühlswelt den Tieren generell abgesprochen. Warum? Nun, zum einen wegen Unwissenheit und es war ja auch so wunderbar bequem. Man musste beim Umgang keine Rücksicht nehmen.
Wir kommen immer auf dieselbe Frage zurück, die uns beschäftigt: Läuft ein antrainiertes Programm ab (wie noch heute allgemein verbreitet) oder entstehen eigene Vorstellungen?

Hört sich für nicht Eingeweihte banal an, ist aber ein erdrutschartiges Thema. In diesem Versuch steckt das große Fragezeichen: Können hochentwickelte Tiere eigene Vorstellungen entwickeln, Schlussfolgerungen ziehen und aufgrund dessen eigene Entscheidungen treffen?

Können Tiere denken oder sind sie nur Reiz-Reaktions-Maschinen?

Werden sie ausschließlich von Trieben gesteuert und reagieren auf Reize oder ist da noch mehr? (Bei einigen Exemplaren unserer eigenen Spezies habe ich da so meine Zweifel – ob da noch mehr ist.) Wir Tierfreunde sagen: Natürlich ist da noch mehr, aber so einfach ist das leider nicht. Wir müssen es nicht nur mit Überzeugung darstellen, sondern auch beweisen. Genau das werden wir tun. Natürlich spielen Triebe immer eine große Rolle, übrigens auch bei uns Menschen. Aber nur weil wir die Tiere nicht verstehen, heißt es nicht, dass sie nicht auch eigenständige Entscheidungen treffen können. Vielleicht sträuben wir uns auch gegen diesen Gedanken, da es mächtig an unserem Ego kratzt, die Einzigen mit diesen Fähigkeiten zu sein. Wir halten uns ja bekanntlich für das Beste, was das gesamte Universum hervorgebracht hat und selbst in zahlreichen Glaubensrichtungen bezeichnen wir uns selbst als die Krönung der Schöpfung, was auch immer das heißen mag.

Können Tiere denken? Foto Martin Schulte

Können Tiere denken? Teil II                                                                                                                   Foto Martin Schulte

Treten wir nun einen Schritt zurück, betrachten das ganze Bild und analysieren neutral, was wir beobachtet und erfahren haben. Unser Hund hatte in zwei unterschiedlichen Situationen unterschiedliche Futterangebote, registrierte dies und nahm es auf. Im dritten Teil erfolgte der Rückbau auf Versuchsaufbau 1. Nun stellt sich die Frage: Spult er das bereits erlernte Verhalten wieder ab oder passiert etwas Anderes? Was könnte aber anderes als das Erlernte passieren?

  1. Der Hund hat zunächst gelernt, auf welchen Umwegen er zu einer der beiden Futterkisten gelangt. Die eine ist schwarz und die andere weiß. Beide sind gleichwertig und nur auf unterschiedlichen Wegen zu erreichen.
  2. Der zweite Aufbau ist völlig anders und die Futterkisten haben extrem unterschiedliche Qualitäten. Auch das erkennt und lernt der Hund durch direkte Erfahrung sehr schnell.
  3. Nun steht der Hund wieder im bekannten ersten Versuchsaufbau, doch diesmal mit der Erfahrung aus Versuch zwei.
  4. Da die Futterkisten (schwarz & weiß) nur über unterschiedliche Wege erreichbar sind, beginnt nun der eigentliche Versuch.
  5. Entweder- er prescht blindlings los, egal in welche Richtung, um an eine der Futterkisten zu gelangen, oder…
  6. Er erkennt die aktuelle Situation, visualisiert- hinter welchem Weg- welche farbige Futterkiste steht, kombiniert, trifft eine Entscheidung und nimmt den Weg, der zur weißen Kiste führt.
  7. Wirklich bemerkenswert ist dabei, dass er aus völlig unterschiedlichen Versuchsaufbauten eine Schlussfolgerung zieht, die sein Handeln verändert und diese Entscheidung nicht aus optischen Reizen, sondern aus einer geistigen Visualisierung entsteht.

Diese Leistung können wir mit ruhigem Gewissen als- denken- bezeichnen.

Falls einige meinen, das ist doch nichts Besonderes, so kann ich nur sagen:
Wenn wir belegen können, dass Hunde zu so abstrakten Denkweisen fähig sind…
Was erfahren wir in Zukunft da noch alles? Wunder sind solange unmöglich, bis das
Gegenteil bewiesen wird… und das ist oft nur eine Frage der Zeit!

Kleiner Tipp: Bei diesen Überlegungen kommt man nur weiter,
wenn wir unsere Überheblichkeit ablegen.

 

 

Können Tiere denken? Teil I

Ohne die Definition näher zu kennen, schütteln viele energisch den Kopf und antworten mit einem: Natürlich NICHT.
Und die andere Fraktion, die zugegeben deutlich kleiner ist, zieht es zumindest in Erwägung. Selbstverständlich sind wir Menschen der felsenfesten Überzeugung, dass Denken nur für uns in Anspruch zu nehmen ist, denn wir sollen ja angeblich die Krönung der Schöpfung sein.

Puhhh…, bei dieser Aussage schüttelt es mich durch und durch. Dabei sollten wir uns zunächst mit der genauen Definition „Denken“ beschäftigen.

Unter „Denken“ werden alle Vorgänge zusammengefasst, die aus einer inneren Beschäftigung (mit Vorstellungen, Erinnerungen und Begriffen) eine Erkenntnis zu formen versuchen. Hört sich etwas hochtrabend an, aber so lautet eine der offiziellen Umschreibungen. Für Otto Normalverbraucher übersetzt, heißt es: Wenn ein Individuum durch Erfahrungen und Vorstellungen eigenständige Schlüsse zieht, die zu neuem Verhalten führen, so ist dies ein Denkvorgang. Oder noch kürzer: Wenn Gegebenheiten aus der realen Welt im Kopf simuliert und beurteilt werden, wird gedacht. Wobei das Beurteilen für mich der entscheidende Fakt ist, denn daraus werden Konsequenzen im Handeln gezogen. Ist doch eigentlich gar nicht so schwer, die Definition.

Wenn ich so über diese Definition nachdenke…, komme ich bei einigen Mitmenschen schon arg ins grübeln…

Können auch Tiere denken?

Können auch Tiere denken?                                                                                                             Foto Jasemin B

Ich kann euch helfen, diese Antwort selbst herauszufinden. Mit einem eigenen Experiment.  Dieser Versuch dauert mehrere Wochen, kann aber jeder Hundebesitzer durchführen. Der Hund sollte zwischen 3 – 9 Jahre alt sein, 5 – 8 wäre perfekt, zudem agil, aufmerksam und geistig sehr wendig.

Versuchsaufbau

  1. Wir brauchen 2 große Kisten, eine schwarz ( innen & außen), die andere weiß
  2. Die Kisten sind jeweils an einer Seite offen, der Hund muss bequem hineinlaufen können
  3. Die Kisten werden in entgegengesetzten Richtungen ( in verschiedenen Zimmern des Hauses) aufgestellt
  4. Sie sind vom „Start“ aus nicht zu sehen und nicht auf direktem Weg zu erreichen
  5. Der Hund muss sich also in die eine oder andere Richtung bewegen
  6. In jeder Kiste stellt ihr exakt das gleiche Futter bereit (natürlich lecker)

Versuchsablauf

  1. Die Fütterung erfolgt immer zur gleichen Zeit
  2. Ausgangspunkt ist immer der selbe /z.B. Diele
  3. Der Hund läuft dann in die eine oder andere Richtung
  4. Die Räume mit den Kisten sind gut beleuchtet
  5. Dieser Ablauf wird 2x täglich mindestens 2 Wochen durchgeführt
  6. Nach 2 Wochen erfolgt ein Umbau
  7. Die zwei Kisten werden in einen anderen, bisher noch nicht genutzten Raum gestellt
  8. Jede Kiste in eine andere Ecke des gleichen Raumes (also ein komplett anderer Versuchsaufbau)
  9. Zu den Räumlichkeiten des ersten Versuches hat der Hund jetzt keinen Zugang
  10. Die schwarze Kiste wird innen mit starkem Gebläse versehen, welches durch einen Kontakt beim Betreten des Hundes startet. Zudem wird ungeeignetes Futter angeboten
  11. Die weiße Kiste bleibt neutral und beinhaltet gutes Futter
  12. Dieser Ablauf wird 2x täglich 1 Woche durchgeführt
  13. Nach 1 Wochen erfolgt ein Umbau
  14. Rückbau auf den ersten Versuchsaufbau
  15. Erneute Durchführung des 1. Versuchs- nur 1 x

Ergebnis

Alle Anhänger der These: Tiere folgen nur ihren Trieben oder einer Konditionierung, müssen davon ausgehen, dass der Hund nach dem 2. Versuch und anschließendem Umbau zum 1. Versuchsaufbau, wieder in sein gewohntes Verhalten zurückgeht.

So die weit verbreitete Annahme.

Wurden alle Versuchsbedingungen erfüllt, ist das Ergebnis erstaunlich.
Erstaunlich  anders, anders als die meist verbreitete Meinung uns sagen möchte.
Ihr dürft gespannt sein.

Das überraschende Ergebnis erfahrt ihr in:
Können Tiere Denken  Teil II

Hütetraining bei Hans-Jürgen Werbke

Es ist Sonntagmorgen 5.45 Uhr, eigentlich die richtige Zeit, sich nochmal auf die andere Seite zu drehen, aber da schreit mich plötzlich der Wecker an „Los, aufstehen“. Verdammt, ist die Nacht denn schon vorbei? Nach einem kurzen Moment zünden auch meine „grauen Zellen“: „Ach ja, heute geht es zu Hans Jürgen Werbke“. Mein jüngster Neuzugang May, ist aus seiner Zucht und diese schwarz-weiße kleine Rakete bereichert mein Leben sehr. Sie soll Abby unterstützen, aber später mit mir auch auf Trials gehen. Na ja, lassen wir uns überraschen, denn jeder neuer Tag ist bekanntlich eine Wundertüte.

Wieder zurück zu meinem Wecker. Irgendwie wird er nicht mehr mein liebster Gegenstand, denn er  ist immer so rücksichtslos zu mir. Nachdem seine Stimme verstummt ist, wobei ich etwas „nachgeholfen“ habe, springe ich voller Tatendrang aus dem Bett und kümmere mich um meinen „Lebensretter“, eine Tasse Kaffee. Ich schalte das Radio an und „suche“ mir was zu essen. Glück gehabt, „Futter“ ist vorrätig. Die Hunde habe meine Aktivitäten kurz zur Kenntnis genommen, sich aber wieder hingelegt, denn 5.45 Uhr ist normaler Weise nicht unsere Zeit. Kaffee, wach werden und ab unter die Dusche. Nun melden sich meine Plagegeister auch wieder (keine Flöhe) und lasse sie hinter das Haus. In unserem kleinen Örtchen, muss ich der einzige sein, der zu so einer „unchristlichen“ Zeit seine Hunde pinkeln lässt. Alles erledigt, nun aber auf nach Schleswig Holstein.

Der Empfang war herzlich und zur Begrüßung gab’s erst mal einen Kaffee. Kurze Besprechung, wie der aktuelle Stand seiner/meiner jungen Hündin May ist, wie sie sich bei mir entwickelt hat und was ich bisher gemacht habe. Genau so muss ein Trainingstag beginnen: Ruhig, entspannt, freundschaftlich und nach Vorbereitungen mit einem Plan.

Trainingsmethode Dr. Hans-Jürgen Werbke Ⓒ Hardi P.Schaarschmidt /So sehen die Schränke von Siegern aus.

Trainingsmethode Dr. Hans-Jürgen Werbke Ⓒ Hardi P.Schaarschmidt /So sehen die Schränke von Siegern aus.

Es macht einfach Freude, Hans-Jürgen bei der „Arbeit“ zuzusehen. Immer mit Ruhe und viel Geduld, von der ich mir noch einiges „besorgen“ muss.

„Eigentlich“ gibt er ja kein Training mehr, da aber May aus seinem letzten Wurf stammt und er ein großes Interesse daran hat, was aus den kleinen Raketen wird, treffen wir uns von nun an regelmäßig. Klar liebe ich alle meine Tiere, aber May zeigt deutlich mehr Talent als meine Abby. Ich möchte mit Hilfe von Hans-Jürgen Werbke so wenig Fehler wie möglich machen  – bin mir aber ziemlich sicher, dass ich auch diesmal wieder „grobe Schnitzer“ produzieren werde.  Selbstkritik bringt uns immer nach vorn, denn bekanntlich liegt das größte Hindernis nicht bei den Vierbeinern, sondern bei uns Zweibeinern.

Balancearbeit hatte ich bereits als Hausaufgabe, doch nun wollten wir mit May anfangen, etwas konkreter zu arbeiten – natürlich ohne Druck und mit viel Zeit. May bot uns viele Lösungen an, die ich nicht immer auf Anhieb erkennen konnte, doch Hans-Jürgen erklärte sie mir sofort. May macht mir wirklich viel Freude und Hans-Jürgen ist mit seinem vierbeinigen Zauberlehrling offensichtlich auch zufrieden. Da wäre nur noch ein klitzekleines Problem, ich muss sie auch gut anleiten und ausbilden.

Outrun, rechts, links, wegtreiben, dass waren die Hauptthemen. Hans-Jürgen und ich probierten, wie May auf verschiedene Situationen reagiert und er gab mir einige ganz spezielle Übungen als Hausaufgabe mit auf den Weg, die ich mit May erarbeiten soll. Bei erfahrenen Trainern sieht immer alles so ruhig, gelassen und selbstverständlich aus, aber gerade das macht sie wohl aus, unsere Besten. Klar gibt es auch einige „Border-Collie-Künstler“, die sehr „lautstark“ agieren und über das Trialfeld brüllen, als wären alle Hunde auf dieser Welt extrem schwerhörig  – doch es geht eben auch anders.

Trainingsmethode Dr. Hans-Jürgen Werbke Ⓒ Hardi P.Schaarschmidt /Hier Hans-Jürgen werbke mit May

Trainingsmethode Dr. Hans-Jürgen Werbke Ⓒ Hardi P.Schaarschmidt /Hier Hans-Jürgen Werbke mit May

Zwischendurch kam ein kurzer Besuch aus Meggerdorf. Der Landwirt hatte einen jungen Hund an der Leine und wollte um Rat fragen. „Dann lass ihn doch mal laufen, denn ich möchte sehen, wie ihr zusammen arbeitet. Mach alles wie immer“. Gesagt – getan. Der Hund lief, brachte die Schafe und sollte sich kurz vor uns ablegen. Wow, aber was passierte dann, das down Kommando donnerte wie ein Kanonengeschütz, doch der Hund war höchsten 10m von uns entfernt. Das Ergebnis: Der Hund hörte nicht, erst nach einigen lautstarken Wiederholungen.

„Alles anhalten, so können wir nicht arbeiten“.

Jetzt habe ich die erste Aufgabe für dich, rede leise und nett mit deinem Hund.
„Bisher kannte ich das gar nicht anders“, war seine Antwort.

In Meggerdorf mag das ja so üblich sein, dass alle Nachbarn im Umkreis von 300m immer genau wissen, was trainiert wird, aber ganz sicher nicht hier. Dann nahm Hans-Jürgen den Hund, ging auf die Schafe zu, postierte ihn und fing an, leise mit ihm zu reden. Anschließend schickte er ihn auf den Outrun und als die Damen wieder kurz vor ihm waren, ging er im richtigen Moment einen Schritt auf dem Hund zu und gab ein leises down Kommando. Wunder, oh Wunder, völlig stressfrei legte sich der Hund hin. Das war gut, dachte ich und der Hundebesitzer stand sprachlos da. Ehe ich dir zu irgendwelchen anderen Problemen Ratschläge gebe, trainierst du erst mal (mindesten einen Monat) den ruhigen Umgang mit deinem Hund  – dann sehen wir weiter. „Ich gebe ja kein Training, aber für die Nachbarschaft habe ich gern hilfreiche Ratschläge“. Der Besuch war schnell vorbei, doch für die zwei sicher sehr hilfreich.

So Peter und wir besprechen jetzt, was wir heute alles gemacht haben.

Abschlussbesprechung /Trainingsmethode Dr. Hans-Jürgen WerbkeⒸ Hardi P.Schaarschmidt

Abschlussbesprechung /Trainingsmethode Dr. Hans-Jürgen Werbke Ⓒ Hardi P.Schaarschmidt

Es war bereits Nachmittag und ein Kaffee wäre jetzt auch super. Ab in die Küche, Kaffeeautomat in Gang gesetzt und die Frage: Was haben wir heute alles ausprobiert und gesehen? Einiges ausprobiert und mein kleiner Zauberlehrling hat uns viel gezeigt. Genau das sollte unser Ansatz werden, denn der erfahrene Blick auf May ist von Hans-Jürgen Werbke natürlich ein ganz anderer als von mir. Wir besprachen einige Übungen und wie ich mich zu verhalten habe. Auweia, bei dieser Arbeit geht es  nicht nur um meinen Hund, sondern auch um mich. Ich muss mir einige „Unarten“ abgewöhnen und klarer kommunizieren. Hört sich verdammt schlau und logisch an, aber …es gibt immer ein „aber“, das ist alles andere als eine „lockere“ Übung.

Da waren sie also, meine Hausaufgaben für die nächsten 6 Wochen.